Was kostet ein Blog – von kostenlos bis kostenpflichtig

Getöpferte Vasen in Dunkelblau und Salbeigrün dicht aneinandergereiht als Symbolbild für Blog Kosten

Du möchtest einen Blog starten und fragst dich, was im Monat an Kosten auf dich zukommt? In diesem Artikel schauen wir uns alles ganz genau an. Vom kostenlosen Start bis hin zur Aufschlüsselung der Kosten, wenn du es etwas professioneller möchtest.

Ist Bloggen kostenlos?

Hier kommt die gute Nachricht. Ja, Bloggen kann komplett kostenlos sein. Es gibt Plattformen, auf denen du sofort und ohne etwas zu bezahlen starten kannst.

Soll dein Blog etwas professioneller wirken und du möchtest eine eigene Internet-Adresse haben, dann kommen unterschiedliche Kosten auf dich zu. Diese variieren, je nachdem, welche Anbieter du wählst, was für ein Design du möchtest und so weiter.

Wenn du dich fragst, ob sich Bloggen heute überhaupt noch lohnt, dann schau auf jeden Fall bei meinem Artikel, Lohnt sich Bloggen heute noch – ja, doch anders als früher, vorbei.

Schauen wir uns das nachfolgend im Detail an und starten mit den Vor- und Nachteilen der kostenlosen Anbieter.

Für dich zusammengefasst

  • ✓Bloggen kannst du komplett kostenlos starten, ideal zum unverbindlichen Reinschnuppern
  • ✓Mit einer eigenen Internet-Adresse kommen Kosten für Speicherplatz dazu, oft schon ab wenigen Euro im Monat
  • ✓Zusätzlich können Kosten für Design, zusätzliche Funktionen sowie rechtliche Absicherung wie Impressum, Datenschutzerklärung und Cookie-Banner anfallen
  • ✓Eine Gewerbeanmeldung wird erst nötig, sobald du mit dem Blog Geld verdienen möchtest, etwa über Werbung oder Affiliate-Links
  • ✓Neben dem Geld ist auch Zeit ein Kostenfaktor, den viele unterschätzen

Der kostenlose Einstieg und seine Grenzen

Wenn du schnell und ohne Kosten starten möchtest, bieten dir Plattformen wie WordPress.com, Blogger.com, Wix oder Substack kostenlose Möglichkeiten an.

Der große Vorteil ist, dass du sofort starten kannst. Du meldest dich einfach an und schon kannst du mit dem Bloggen starten. Es sind keine technischen Vorkenntnisse nötig.

Einschränkungen der kostenlosen Blog-Plattformen

Bei kostenlosen Plattformen hast du oft anstelle einer eigenen Webadresse (wie deinblog.de) eine Unteradresse (z. B. deinname.wordpress.com oder deinname.wixsite.com).

Dazu kommt, dass viele Plattformen sich über Bannerwerbung finanzieren. Diese wird automatisch auf deinem Blog eingeblendet. Welche Produkte dort angezeigt werden, darauf hast du leider keinen Einfluss.

Oft bist du bei den kostenlosen Plattformen an wenige Grundvorlagen gebunden und Layouts, Farben und Schriftarten lassen sich nicht frei anpassen.

Ein letzter und wichtiger Punkt: du bist „Mieter“ auf fremdem Territorium. Ändert der Betreiber seine Richtlinien oder schaltet er die Plattform sogar ab, ist dein Konto weg. Dazu kommt, dass der Anbieter dein Konto auch wegen eines angeblichen Regelverstoßes sperren kann.

Für wen eignen sich kostenlose Anbieter?

Ein kostenloser Blog ist ideal, wenn du erstmal testen möchtest, ob Bloggen überhaupt etwas für dich ist. Wenn du erst einmal eine Routine entwickeln möchtest oder eine Artikelsammlung aufbauen möchtest, reicht ein kostenloser Tarif erstmal völlig aus.

Wenn du merkst, dass Bloggen genau dein Ding ist und du das Ganze etwas professioneller mit einer eigenen Internet-Adresse aufbauen möchtest, kannst du jederzeit zu einem kostenpflichtigen Anbieter wechseln.

Kostenlose Plattformen eignen sich für dich, wenn du erstmal ins Bloggen reinschnuppern möchtest ohne technischen Aufwand. Einfach anmelden und schon kannst du deinen ersten Blogartikel schreiben.

Bloggen – die kostenpflichtige Variante

Wenn dein Blog über die kostenlose Version hinausgewachsen ist, fallen Kosten an. Diese können ganz unterschiedlich ausfallen. Schauen wir uns mal die Kosten im Detail an.

Zuerst wäre das mal deine eigene Internet-Adresse. Für diese mietest du dir Speicherplatz bei einem Anbieter. Oft kommen zusätzlich noch die jährlichen Kosten für die Internet-Adresse.

Die Kosten variieren von Anbieter zu Anbieter. Bei meinem Anbieter Allinkl.com zahle ich pro Monat 9,95 Euro. Dafür kann ich 10 Internet-Adressen anlegen, habe einen Standort in Deutschland (wichtig für die Datenschutzbestimmung) und viel Speicherplatz.

Nutzt du Plattformen wie Squarespace, Wix oder einen anderen Anbieter, dann zahlst du auch hier eine monatliche Gebühr. Achte darauf, dass auch hier zusätzliche Kosten für die Internet-Adresse anfallen.

Bei vielen Anbietern ist die Internet-Adresse im ersten Jahr kostenlos mit dabei. Danach belaufen sich die Kosten so auf ca. 20 Euro im Jahr.

Zusätzliche Kosten für Premium-Designs und zusätzliche Funktionen

Je nachdem, mit welchem Anbieter du deinen Blog erstellst, fallen noch Kosten für die Designvorlage an. Auch hier variieren die Kosten stark nach Anbieter.

Einfache Designvorlagen gibt es schon einmalig zwischen 30 und 80 Euro. Individuell gestaltete Vorlagen von Designern können auch mehrere hundert Euro kosten.

Oft gibt es auch kleine Programme, die deinen Blog mit zusätzlichen Funktionen unterstützen. Die sogenannten Plugins. Auch hier können Kosten anfallen. Hier bewegen sich die Kosten von 15 Euro bis 50 Euro oder höher.

Rechtliches

Je nach Land benötigst du ein Impressum und eine Datenschutzerklärung. Auch wenn du nur einen Hobby-Blog betreibst. Du kannst dir dieses online generieren lassen. Die Generatoren dafür sind in der Basisversion oft kostenlos. Die Erweiterungen mit mehr Möglichkeiten sind dann oft kostenpflichtig.

Nutzt du Cookies auf deinem Blog, indem du zum Beispiel die Daten mit Google Analytics auswertest, brauchst du auf jeden Fall ein Cookie-Banner.

Je nachdem, bei welchem Anbieter du deinen Blog erstellst, gibt es kostenlose Varianten. Die kostenpflichtigen Cookie-Banner wie zum Beispiel Borlabs Cookie kosten im Jahr so um die 50 Euro.

💡 Gut zu wissen:

Wenn deine Website nur die technisch notwendigen Funktionen nutzt, brauchst du kein Cookie-Banner. Sobald du aber externe Dienste einbindest, die Daten für Analyse, Marketing oder Mediennutzung verarbeiten, ist das zwingend notwendig. Dazu zählen unter anderem Google Analytics, eingebettete YouTube-Videos, Google Maps oder Affiliate-Links. Hier musst du vorab die aktive Einwilligung des Lesers einholen.

Brauchst du für deinen Blog eine Gewerbeanmeldung?

Ob du für deinen Blog ein Gewerbe anmelden musst, hängt in Deutschland (und ähnlich in Österreich und der Schweiz) davon ab, ob du mit deinem Blog Geld verdienen möchtest.

Betreibst du einen reinen Hobby-Blog, brauchst du kein Gewerbe. Doch sobald du mit dem Blog Geld verdienen möchtest, ist eine Gewerbeanmeldung in der Regel Pflicht.

Ein Gewerbe anmelden musst du, wenn du:

  1. Werbebanner schaltest (z. B. Google AdSense).
  2. Affiliate-Links (Partnerlinks) nutzt, durch die du Provisionen erhältst.
  3. Gesponserte Beiträge (Sponsored Posts) oder Produktplatzierungen gegen Bezahlung anbietest.
  4. Eigene Produkte (z. B. E-Books, Fanartikel, Vorlagen) verkaufst.

Es kommt nicht darauf an, ob du tatsächlich schon Geld verdienst. Entscheidend ist allein die Absicht, damit Einnahmen zu erzielen, die gilt schon, sobald du zum Beispiel Werbebanner einbindest. Und selbst wenn dabei am Ende nur 50 Cent im Monat rauskommen, ändert das nichts daran, die Tätigkeit gilt trotzdem als gewerblich.

Zeitaufwand als Kostenfaktor

Okay, wir haben jetzt die kostenlose und die kostenpflichtige Variante beim Bloggen angeschaut. Zum Schluss möchte ich noch auf ein Thema kommen, das kaum einer auf dem Schirm hat. Das Thema Zeit.

Auch Zeit kann ein großer Kostenfaktor sein. Wenn du eh schon viel zu tun hast, ist Bloggen vielleicht nicht das Richtige für dich. Bloggen lebt von dynamischen und neuen Inhalten. Nur einmal einen Blogbeitrag veröffentlichen und dann aufhören, macht keinen Sinn.

Damit du mal eine Vorstellung bekommst, möchte ich dir zeigen, wie viel Zeit ich in meine Blogs stecke.

Auf meinem Reiseblog Travellicious bearbeite oder veröffentliche ich jede Woche einen Beitrag. Je nach Umfang des Artikels brauche ich zwischen 4 und 5 Stunden oder mehrere Tage.

Für diesen Blog hier kommen dann noch mal so 5-6 Stunden pro Blogbeitrag hinzu. Ist ein Beitrag fertig, erstelle ich noch Pins für Pinterest und veröffentliche diese dort.

Geschätzt stecke ich im Monat zwischen 20 und 25 Stunden in meine Blogs. Da ich mehrere Blogs betreibe, ist das vielleicht schwer zu vergleichen und bei dir kann es deutlich weniger sein. Doch ich wollte dir das zeigen, damit du so ungefähr eine Vorstellung hast.

Lass dich von den Zahlen nicht abschrecken. Besonders, wenn du einen Hobby-Blog hast, hast du keinen Druck und kannst ganz entspannt bloggen. Außerdem, das sehe ich immer wieder auf meinem Reiseblog, macht es so viel Spaß über seine Leidenschaft zu schreiben, dass es gar nicht auffällt, wie schnell die Zeit vergeht.

Was kostet ein Blog?

Kommen wir zurück zur Ausgangsfrage. Was kostet ein Blog?

Wie du in diesem Artikel gesehen hast, kannst du deinen Blog komplett kostenlos starten. Besonders, wenn du mal reinschnuppern möchtest, ist das eine super Möglichkeit, das Bloggen einfach mal auszuprobieren.

Sobald du den Wunsch hast, deinen Blog unter einer eigenen Internet-Adresse zu betreiben, ändern sich die Rahmenbedingungen. Für deine eigene Webadresse und den dafür nötigen Speicherplatz fallen zwar monatliche Kosten an. Diese variieren, je nachdem, für welche Ausstattung du dich entscheidest.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel kostet es, einen Blog zu erstellen?

Der Einstieg kann komplett kostenlos sein. Willst du eine eigene Internet-Adresse und mehr Freiheit, kommen laufende Kosten für Speicherplatz dazu, oft schon ab rund 10 Euro im Monat, plus jährliche Kosten für die Adresse selbst. Design und zusätzliche Funktionen können je nach Wunsch weitere Kosten verursachen.

Brauche ich für meinen Blog ein Gewerbe?

Nur, wenn du damit Geld verdienen möchtest, etwa durch Werbung, Affiliate-Links, gesponserte Beiträge oder den Verkauf eigener Produkte. Ein reiner Hobby-Blog ohne Verdienstabsicht braucht kein Gewerbe.

Muss ich für meinen Blog ein Impressum haben?

Ja, in Deutschland, Österreich und der Schweiz brauchst du in der Regel ein Impressum und eine Datenschutzerklärung, unabhängig davon, ob du geschäftlich bloggst oder als Hobby. Beides lässt sich über Generatoren erstellen, die oft in der Basisversion kostenlos sind.

Wie viel Zeit sollte ich für meinen Blog einplanen?

Das hängt stark davon ab, wie regelmäßig du veröffentlichen möchtest und wie viel Zeit du in deinen Blog investieren möchtest.

 


*Das Beitragsbild wurde mit freundlicher Unterstützung von Nano Banana erstellt.

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