Ein Blog klingt erstmal wie ein riesiges Projekt. Vor allem, wenn alles neu für dich ist. In diesem Artikel möchte ich dir einen Überblick geben und dich Schritt für Schritt begleiten, sodass du easy peasy mit dem Bloggen anfangen kannst.
Bloggen – mehr als nur Artikel schreiben
Als ich 2014 meinen ersten Blog gestartet habe, hatte ich überhaupt keine Ahnung von irgendwas. Der Blog (ein Food-Blog) lief auf der Plattform Blogger. Das fand ich damals sehr praktisch, weil ich mich nicht mit der Technik auseinandersetzen musste.
Im Jahr 2016 habe ich dann meinen Reise- und Foodblog Travellicious gestartet. Hier wollte ich es besser und „professioneller“ machen. Außerdem war mir damals klar, dass hinter einem erfolgreichen Bloggen mehr steckt als nur Blogartikel zu schreiben.
Dinge wie Technik, SEO, Design und Strategie. Also habe ich mir damals alles Wichtige mühsam aus dem Internet zusammengesucht.
Ja, ich weiß, theoretisch kann dir jedes KI-Tool die Anleitungen ausspucken, doch es ersetzt keine Praxiserfahrung. Damit du nicht dieselben Anfängerfehler machst wie ich damals, habe ich dir hier mein Praxiswissen aus 10 Jahren Blogging in diesem Artikel zusammengestellt.
Für dich zusammengefasst
- ✓Kläre vor dem Start deine Motivation, sie hilft dir später dranzubleiben
- ✓Dein Thema findest du oft in deinen Hobbys, deinem Fachwissen oder dem, wonach dich andere fragen
- ✓Wähle einen einfachen, einprägsamen Blognamen und prüfe, ob die passende Internetadresse noch frei ist
- ✓Bei der Plattform hast du die Wahl zwischen kostenlosen Anbietern, kostenpflichtigen Baukästen und selbst gehostetem WordPress
- ✓Wie hoch die Kosten am Ende ausfallen, hängt ganz davon ab, wie professionell du starten möchtest
Die wichtigste Frage zuerst – warum möchtest du bloggen
Bevor du einsteigst und die Mühe machst und Geld ausgibst, solltest du dir vorab die Frage beantworten, warum du überhaupt bloggen möchtest. Die Motivation dahinter hilft dir später dranzubleiben und nicht nach drei Blogartikeln aufzuhören.
Fragst du dich, ob sich ein Blog heute noch lohnt, dann schau doch auch bei meinem Artikel: Lohnt sich Bloggen heute noch – ja, doch anders als früher, vorbei. Hier bekommst du eine Antwort auf diese Frage.
Bei mir ist die Motivation hinter dem Bloggen, zum einen, dass ich super gerne schreibe. Es macht mir total Spaß, über meine Reisen zu schreiben und damit auch Leute mit meiner Begeisterung für die Reiseziele anzustecken.
Was ist es bei dir?
- Schreibst du einfach gerne?
- Möchtest du ein Hobby mit anderen teilen?
- Oder dein Fachwissen in einem bestimmten Bereich weitergeben?
Wichtig ist, dass du Spaß am Bloggen hast und nicht nur anfängst, weil du denkst, du könntest damit Geld verdienen (das ist schon möglich, aber es dauert). Oder weil dir jemand (zum Beispiel ich) erzählt hat, dass du unbedingt einen Blog brauchst.
Mein Tipp: Nimm dir am besten einen Zettel und schreib dir ein paar Sachen auf. Wie viel Zeit kannst du investieren, wie oft möchtest du bloggen und alles, was dir noch einfällt. Dann lege den Zettel zur Seite und schlaf eine Nacht drüber.
Lies dir am nächsten Tag noch mal alles durch. Na brennst du immer noch fürs Bloggen? Wenn ja, dann lies auf jeden Fall weiter.
Finde dein Thema
Du bist dir sicher. Bloggen ist genau dein Ding. Dann geht es jetzt darum, dein Thema zu finden. Wenn du ein Hobby hast, über das du schreiben möchtest, dann ist das Thema schon klar.
Auch wenn du dein Fachwissen weitergeben möchtest, oder für deine Firma bloggen möchtest, brauchst du nicht mehr nach einem Thema zu suchen.
Doch vielleicht möchtest du gerne bloggen und hast keine Ahnung, worüber. Hier habe ich ein paar Impulse zur Themenfindung für dich zusammengestellt.
- Schau dich auf Social Media um. Was ist ein Thema, über das (langfristig) gesprochen wird oder immer wieder auftaucht?
- Schau auf Amazon bei Büchern, was beliebte Themen sind. Schau hier vor allem in die Rezensionen. Was fehlt den Leuten und was wünschen sie sich?
- Was ist ein Thema, über das du stundenlang erzählen kannst und dich richtig begeistert?
- Wo bitten dich deine Freunde, Familie oder Arbeitskollegen immer wieder um Hilfe oder schätzen deine Meinung?
Manchmal siehst du einfach den Wald vor lauter Bäumen nicht. Als ich angefangen habe zu bloggen, ging es mir ähnlich. Irgendwie wollte ich unbedingt bloggen, doch ich hatte keine Ahnung, worüber. Daher habe ich eher halbherzig mit einem Foodblog gestartet.
Das Offensichtlichste, nämlich Reisen, hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm und erst zwei Jahre nach dem ersten Blogstart ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen.
Daher mach dir keinen Stress. Manchmal dauert es etwas, bis du dein Thema findest.
💡 Gut zu wissen:
Wenn du dich für ein Thema entschieden hast, gib dieses auf jeden Fall in das Google-Suchfeld ein. Gibt es schon Blogs zu diesem Thema? Wenn ja, super. Wenn nicht, heißt das nicht, dass einfach noch keiner darüber geschrieben hat. Es kann auch heißen, dass das Thema für die Leute nicht interessant ist. Mach dir keine Sorgen wegen anderer Blogs zu deinem Thema. Dass andere darüber schreiben, zeigt nur, dass Nachfrage da ist. Du bringst einfach deine eigene Perspektive mit rein.
Blogname und deine Blogadresse im Internet
Damit andere Leute sich an deinem Blog erinnern, solltest du ihm einen Namen geben. Idealerweise spielt der Name schon dein Thema wider. Das ist allerdings nicht unbedingt notwendig.
Bei diesem Blog hier habe ich zum Beispiel mit einem Wortspiel gearbeitet. Reihenweise bezieht sich auf das Schreiben von Reihen in einem Blogartikel.
Achte darauf, dass der Name nicht zu lang und zu kompliziert ist. Am besten ist ein einfacher kurzer Name, der im Gedächtnis bleibt. Du kannst auch Wörter kombinieren. Travellicious ist zum Beispiel eine Zusammensetzung aus den Wörtern Travel und Delicious.
Heute würde ich wahrscheinlich eher einen Namen auf Deutsch wählen, da ich hauptsächlich auf Deutsch schreibe und meine Leser aus Deutschland kommen. Das kannst du ganz für dich entscheiden. Nur, wenn du dich für einen englischsprachigen Namen entscheidest, solltest du schauen, dass die Wörter auch Lesenden im deutschsprachigen Raum geläufig sind.
Steht dein Name fest, solltest du schauen, ob die passende Internetadresse noch frei ist. Da es zig Millionen Internetseiten gibt, kann das manchmal auch ein bisschen dauern und vielleicht musst du deinen Namen noch mal anpassen.
Bei Reihenweise war zum Beispiel die deutsche Endung .de nicht mehr frei. Daher heißt der Blog jetzt Reihenweise.com.
Etwas vorsichtiger solltest du mit Endungen wie .info oder .blog sein. Die sind in der Regel etwas teurer und vermitteln eventuell einen falschen Eindruck von deinem Blog.
Wenn die .de-Adresse für deinen Blognamen schon belegt ist und du im Internet nachschaust, was für eine Internetseite sich dahinter verbirgt, stößt du öfter auf Seiten, die diese Adresse zum Verkauf anbieten. Dahinter steckt meist eine Masche. Händler reservieren massenhaft Adressen für ein paar Euro, um sie danach für teures Geld weiterzuverkaufen. Lass dich auf keinen Fall darauf ein. Auch wenn es schade ist, dass deine Wunsch-Adresse belegt ist. Investiere lieber noch etwas Zeit, um einen anderen Namen zu finden, für den die .de-Internetadresse noch frei ist.
Welche Plattform eignet sich am besten
Die Frage ist so umfangreich, dass es für einen eigenen Beitrag reicht. Die Auswahl und die Möglichkeiten sind fast unendlich.
Sie reichen über kostenlose Plattformen wie z. B. Blogger.com, Substack oder WordPress.com bis hin zu kostenpflichtigen Plattformen wie Squarespace, Webflow oder Wix.
Dazu kommt die selbst gehostete Variante mit WordPress.org, die ich zum Beispiel für meine Blogs nutze. Welche für den Start am besten geeignet ist, erkläre ich dir in einem extra Artikel.
Wie hoch sind die Kosten für einen Blog?
Wie hoch die Kosten für deinen Blog sind, kommt ganz darauf an, was du möchtest. Einen guten Überblick findest du auch in meinem Blogartikel „Was kostet ein Blog – von kostenlos bis kostenpflichtig“. Hier habe ich alle Kosten genau aufgelistet.
Du hast es geschafft
Herzlichen Glückwunsch, das Grundgerüst für deinen Blog steht. Bevor du dich ins Blogabenteuer stürzt, gibt es noch einige Kleinigkeiten, die du einrichten und beachten solltest.
Was das genau ist und auf was du achten solltest, erfährst du in den kommenden Artikeln. Also schau regelmäßig auf meinem Blog vorbei.
Hat dir der Artikel weitergeholfen? Schreib es doch gerne mal in die Kommentare.
Häufig gestellte Fragen
Wie fängt man an zu bloggen?
Der wichtigste Schritt ist, dir vorher klarzumachen, warum du bloggen möchtest. Das hilft dir später dranzubleiben. Danach suchst du dir ein Thema, das dir Spaß macht, überlegst dir einen Namen für deinen Blog und schaust, welche Plattform zu dir passt.
Welche ist die beste kostenlose Blog-Plattform?
Die eine beste Plattform gibt es nicht, das hängt von deinen Ansprüchen ab. Bekannte kostenlose Optionen sind Blogger.com, Substack oder WordPress.com.
Brauche ich für meinen Blog eine eigene Domain?
Nein, nicht unbedingt. Viele Plattformen bieten dir eine kostenlose Unteradresse an. Für einen professionelleren Auftritt lohnt sich eine eigene Internetadresse. Dafür fallen aber dann zusätzliche Kosten an.
Was, wenn ich noch kein Thema für meinen Blog habe?
Das ist ganz normal und ging mir genauso. Schau dich auf Social Media um, welche Themen dich langfristig interessieren, oder überleg, wozu dich Freunde und Familie immer wieder um Rat fragen. Manchmal braucht die Themenfindung einfach etwas Zeit.
Kann ich meinen Blognamen später noch ändern?
Grundsätzlich ja, allerdings ist das mit Aufwand verbunden. Vor allem, wenn du schon eine Internetadresse zu dem Namen registriert hast oder der Name auf Social Media bekannt ist. Deshalb lohnt es sich, dir am Anfang etwas Zeit für die Namensfindung zu nehmen.
*Das Beitragsbild wurde mit freundlicher Unterstützung von Nano Banana erstellt.

Hi ich bin Peggy, das Gesicht hinter Reihenweise. Seit über zehn Jahren blogge ich auf meinem Reise- und Foodblog Travellicious. Auch, wenn viele es behaupten glaub ich das Blogs noch lange nicht tot sind. Daher möchte ich auf Reihenweise mein Wissen rund um das Thema bloggen teilen. Alle Artikel rund um das Thema bloggen findest du in der Übersicht.


